Wo geht die Reise hin?

Oh je, schon wieder keine Punkte in der Weihnachtszeit, die doch so sehr von Harmonie geprägt ist. Nun stellt sich auch für mich die berechtigte Frage, ob diese Jubiläumssaison doch nicht ihren Namen verdient hat, wohlwissend, dass man sich immer mehr im unteren Tabellendrittel, quasi dem Niemandsland festsetzen wird, wenn nicht bald eine Leistungsexplosion eintritt. Ich bin wirklich ein geduldiger Fan, doch besteht aus meiner Sicht ein seltsamer kausaler Zusammenhang zwischen den letzten beiden Spielen in Ingolstadt und gegen Hamburg. Das Derby durfte ich bzw. soll ich sagen musste ich live vor Ort erleben und ich konstatiere, es war nicht leicht für mich, die Entwicklung der Begegnung zu ertragen; dies lag vor allem an dem Leistungsabfall im zweiten Drittel, der sich fast wie eine Kopie gestern abend im Heimspiel gegen die Kühlschränke aus dem hohen Norden fortsetzte.Wieso ist man nicht in der Lage, die gute Leistung eines ersten Drittels im Laufe der Begegnung zu konservieren und die nötige Konstanz an den Tag zu legen? In Ingolstadt fielen die 3 Tore im Mittelabschnitt auch dank der gütigen Mithilfe unseres Torwarts, das ist sehr schade. Gegen Hamburg kassierte man innerhalb von nicht einmal 4 Minuten 3 Gegentreffer im zweiten Abschnitt. Auf der anderen Seite deklassiert man in Köln den Gastgeber im ersten Drittel mit 5 Toren innerhalb von knapp 10 Minuten. Woran liegt diese diametrale Performance? Für mich erscheint dieses böse Erwachen wie ein Klotz am Bein der Tigers. Die überwiegenden Meinungen der Fans verdichten sich zur einzigen Schlussfolgerung dieser Tage: ein neuer, Sicherheit ausstrahlender Goalie muss dringend verpflichtet werden, der dem Team wieder Zuversicht einhaucht und für das Team mal ein Spiel festhält und letztlich auch nach Hause fährt. Ich bin gespannt, wie die lokale Organisation nun reagieren wird ob der aktuellen nicht erfreulichen Situation, zumal die Punkte wahrlich dringend benötigt werden. Einziger positiver Lichtblick im Dunkeln ist die Tatsache, daß die Konkurrenz auch gepatzt hat und der Abstand zum rettenden Anker dieser Saison, Platz 10, immer noch überschaubare 5 Punkte beträgt. Allzusehr sollte man sich aber nicht an diesem Aspekt festklammern, da er die eigentlichen Probleme mehr als überdeckt. Trotzalledem möchte ich meine Zuversicht nicht aufgeben, denn es kann alles immer noch gut werden, um hier mal Nina Ruge zu zitieren.

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