6. Gala des deutschen Eishockeys in Straubing

 

Bereits zum zweiten Mal fand die Gala des deutschen Eishockeys in Straubing statt. Über diese erneute Wertschätzung des kleinsten DEL Standortes freuten sich die Ausrichter der Straubing Tigers sehr. Diese Gala ist vergleichbar mit einer Oscar Verleihung auf dem Sektor Eishockey Sport.

Der festlich geschmückte Ballsaal bot wie in 2016 den passenden Rahmen für die Ehrungen, die traditionell nach dem Ende der Hauptrunde und vor Beginn der Playoffs vorgenommen werden. Die Wahl der geehrten Spieler obliegt dabei der Fachzeitschrift Eishockey NEWS im Verbund mit den Trainern und Managern der 14 DEL Clubs sowie den Experten von Telekom Sport. Viele hochrangige Funktionäre und Gesellschafter der DEL mit dem kompletten Aufsichtsrat der Liga ließen es sich nicht nehmen, bei der GALA dabei zu sein.

An diesem 10.3.18 bekam dieser Event eine glanzvolle Aufwertung durch das Erscheinen einiger Silber Helden aus Pyeongchang Der Eintrag in das goldene Buch der Stadt war die verdiente Krönung.

Der bisher größte Erfolg einer deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei olympischen Spielen hat seitdem eine Woge der Begeisterung im ganzen Land ausgelöst. Wer den amtierenden Weltmeister Schweden und den Rekordolympiasieger Kanada in die Knie zwingt und in einem denkwürdigen Finale den haushohen Favoriten Russland an den Rand einer Niederlage bringt, dem gebührt höchste Anerkennung.

Patrick Hager konstatierte „wir hatten Hunger nach mehr als nur das Viertelfinale“. Für den Torhüter Danny aus den Birken wird diese Traumreise nun langsam Realität.

Bundestrainer Marco Sturm lobte den ausgeprägten Teamspirit, der sich schon in der positiven Vorbereitung im Füssener Trainingslager andeutete. DEB Präsident Franz Reindl, der 1976 zum deutschen Team gehörte, das seinerzeit in Innsbruck sensationell Bronze holte, betonte den enormen Stellenwert der Nationalmannschaft als Aushängeschild dieser Sportart. Er selbst war begeistert von der Energie in der Kabine, die alle elektrisiert hatte. Daraus hatte sich dann diese Initialzündung im Turnier entwickelt.

Digitale Grußbotschaften überbrachten u.a. Johann Lafer, J.B. Kerner, Felix Neureuther und Bastian Schweinsteiger.

Zu Beginn wurden zwei herausragende ehemalige Akteure in die „Hall of Fame“ des Eishockeymuseums aufgenommen. Die Vita von Robert Hock mit 992 Spielen sowie 843 Scorer Punkten und die von Tobias Abstreiter mit 2 Meistertiteln und 120 Länderspielen sprechen für sich. Gerade Letzterer war sehr gerührt von dieser Auszeichnung, zumal er selbst gar nicht bei Olympia mit dabei sein konnte aufgrund seiner Trainer Tätigkeit.

Mit der „Xaver Unsinn Trophy“ wurde der LA Förderverein Icebreakers e.V. bedacht, der als Hobbyverein seit 2013 Benefizspiele ins Leben ruft, um sich auf diese Weise für in Not geratene Menschen zu engagieren und zugleich beste Werbung für diesen Sport zu betreiben. Ikonen wie Erich Kühnhackl unterstützten diese Aktion tatkräftig.  Die bis dato gesammelten ca.  200.000 € belegen diese stille Hilfe eindrucksvoll. Mit teils knapp 4-5 tausend Zuschauern im Gutenbergstadion zu Landshut wurden Rekorde gebrochen, welche die Nachhaltigkeit dieses außergewöhnlichen sozialen Projekts unterstreichen.

In der DEL2 räumte der SC Riessersee sechs Titel ab: Andreas Driendl als bester Stürmer und Spieler des Jahres, Richard Müller als Top Scorer, Toni Söderholm als bester Coach sowie bestes und fairstes Team der Liga mit nur 8,92 Strafminuten pro Spiel. Bester Goalie wurde Stefan Vajs von ESV Kaufbeuren und die Kassel Huskies bekam zwei Auszeichnungen für den besten Defender James Wisniewski und den besten Rookie Mirko Pankowski.

In der DEL verdiente sich EHC Red Bull München vier Prämierungen: Spieler und Stürmer des Jahres wurde Keith Aucoin; er setzte sich dabei gegen Konkurrenten wie Will Acton (Schwenningen) oder Sean Backman (Berlin) durch. Bester Verteidiger wurde Yannic Seidenberg, der auch als gelernter Stürmer auf sich aufmerksam machte. Das sehenswerte Triple eines Hauptrundensiegers München wurde ebenfalls gebührend belohnt. Damit verbunden ist die automatische Qualifikation für die europäische Champions Hockey League, ein willkommener Nebeneffekt dieser herausragenden Leistung.

Die Schwenninger Wild Wings erhielten die Ehrung für den besten Torhüter mit Dustin Strahlmeier sowie die Robert-Müller-Fairplay Trophy.

Rookie* des Jahres wurde Phil Hungerecker von den Adler Mannheim, Thomas Popiesch vom letztjährigen Aufsteiger und Überraschungsteam Bremerhaven wurde verdientermaßen als Trainer des Jahres prämiert. Popiesch landete bei der Abstimmung vor Pat Cortina (Schwenningen) und Don Jackson (München).

Den Preis als bester Nachwuchstrainer erhielt Robin Beckers (Krefeld), damit der Hype der Eishockey Kids uns in weniger als 42 Jahren zur nächsten Olympia Medaille trägt. Der erste Kids Day nach Olympia verzeichnete bereits einen immensen Ansturm, was Mut für dieses ambitionierte Ziel macht.

DEL Aufsichtsratsvorsitzender Gernot Tripcke resümierte die Bedeutung  dieser grandiosen Leistung. Die Mannschaft hat mit Bravour gezeigt, was es bedeutet, als Gemeinschaft auf und neben dem Eis aufzutreten. Endlich bekommt die bisherige Randsportart Eishockey die verdiente mediale Aufmerksamkeit.in den Printmedien, die ihr nun den nötigen weiteren Schub verleihen muss. Da spielt die Nachwuchsarbeit eine zentrale Rolle, die es nun gilt primär zu fördern.

Impressionen aus der Sport GALA: im Uhrzeigersinn von links oben

a) Präsente: Unterschrift des Bundestrainers, ein spezieller GALA Puck, USB Stick und Leuchtband

b) Die Silber-Olympioniken

c) Das goldene Buch der Stadt Straubing

d) Foto von Marco Sturm mit mir

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rookie: Erläuterung des Begriffs

Rookie of the Year (dt. Neuling des Jahres, zu Rookie) ist ein Titel für den besten Sportler, der seine erste Profi-Saison bestreitet. Die Auszeichnung wird in vielen nordamerikanischen Profiligen wie der National Hockey League verliehen.

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